1. Ich liebe den Himmel über Berlin. An manchen Abenden ist er fast so spektakulär wie an der Pazifikküste Nicaraguas. Da ich beim Fotografieren versuchte nicht aus dem Fenster zu fallen, sind die Stalinbauten schief geraten.

    Me encanta el cielo sobre Berlín. A veces me parece casi tan espectacular como el cielo de la costa pacifica de Nicaragua, pues casi. Cuando tomé la foto intenté no caerme de mi ventana así que los Stalinbauten quedaron ladeados.

     
  2. Kunstwerk des Tages/ Arte del Día. Anri Sala, ‘A Clock’.

    Eigentlich nur zu erahnen, der Blick durch Fernrohr in der Orangerie lohnt übrigens!

     

  3. Kann es weitergehen? Entonces?

       Seit fast vier Wochen bin ich wieder in Deutschland. Seitdem frage ich mich auch, ob es überhaupt noch Sinn macht weiterzuschreiben, Fotos zu machen, Zeit aufzubringen.
    Das wunderbare an Nicaragua ist die Zeit, die dort eine andere Form hat, sie ist dickflüssiger und rinnt mir nicht ganz so schnell durch die Finger wie hier in Deutschland.
    Ich versuche, dass sich nicht alles so schnell anfühlt, ich versuche gelassen zu sein und mich nicht stressen zu lassen, es ist schwer. Ich versuche Deutschland und vor allem dem lauten Berlin nicht allzu sehr zu erliegen, es fällt mir an machen Tagen sehr schwer. Dann fühle ich mich wie gelähmt und mir fehlt die Lauteruhe unseres Hauses in den Bergen Matagalpas. Mir fehlt die Natur und das Draussensein, der Hahn der kräht und die Hunde, die bellen, anstatt der lauten Karl-Marx-Allee und des Nachbars der RTL schaut.

    Diese andere Perspektive, sie wird vielleicht noch vier Wochen anhalten und dann mehr und mehr verblassen, der Herbst wird kommen und danach der Winter und ich werde voller Sehnsucht an Nicaragua denken und ausblenden, dass dort leider auch nicht alles heiter Sonnenschein ist. Wie geht es also weiter?

       Me parece loco pero ya pasaron casi cuatro semanas desde que regresé a Alemania. Junto con mi regreso me vino la pregunta que hacer con el blog, si todavía hace sentido escribir, hacer fotos, invertir tiempo. Lo maravilloso de Nicaragua es que ahí el tiempo tiene una forma diferente, más lento y con más calma, me encanta. En alemania siempre pasa rápidamente y muchas veces no sé a donde se fue. Intento estar con calma y sin estrés pero se me hace difícil. Intento que Alemania y en especial Berlin no me coma, hay diás en los que no lo logro. En estos días me siento paralizada y me hace falta nuestra casa en las montañas de Matagalpa. Me hace falta la naturaleza, estar fuera de la casa y sentir el viento que sopla en la casa; pero oigo el ruido de mi calle y el programa de tele de vecino.

    Esa perspectiva diferente me va a durar tal vez unas cuatro semanas más y después será todavía más difícil mantenerla. Va a llegar el otoño y después de él el invierno, lleno de nostalgia voy a pensar en Nicaragua. Voy a desvanecer que ahí tampoco todo es como en el paraíso aunque ese país lindo así parece. Entonces como seguir?

     
  4. Springkraut und wilde Brombeeren, für mich Inbegriff des deutschen Sommers.

    Como es el verano en Alemania? Diferente, claro, y lleno de cosas que no hay en Nicaragua, unos son balsamina y zarzamora. 

     
  5. Sommer in Deutschland,

    Nordhessen zeigte sich von seiner schönsten Seite. An der kühlen Fulda ließ sich die Hitze der letzten Woche prima ertragen.

    Verano en alemania,

    el norte de Hessen mostró su cara más bonita. En la orilla del río Fulda no me molestó el calor de la semana pasada.

     
  6. Tejidos de Nicaragua IV

    Nachtrag aus Berlin. Am letzten Tag habe ich es noch geschafft ein paar Bilder von meinem neuen, geliebten Sweater zu machen. Design von Wool and the Gang, gestrickt, wie immer, von mir./ Fue mi ultimo día en Nicaragua cuando logré tomar unas fotos de mi nuevo sweater que tiene un diseño de Wool and the Gang. Ya lo amo, es perfecto para las temperaturas altas de alemania ;-)

     
  7. Fotoshooting für die Homepage/ Sesión de fotos para la página web

    www.tallerpupiro.com

     

  8.  
  9. Hier ein paar Eindrücke, die mein Bruder gestern in Managua eingefangen hat./ Aqui unos impressiones de ayer, 19 de julio. El vídeo lo hizo hermano.

     
     

  10. It’s a macho’s world

    "Adios, guapa/linda/rica/flaquita/jovencita/mamacita"

    Das höre ich und alle Frauen in Nicaragua tagtäglich, hinzukommen Gepfeife, Geschmatze, Luftküsse. Was beschrieben nur halb so schlimm klingt, ist eine tägliche Tortur, eine Farce und an manchen Tagen einfach nur ätzend bis hin zu Gedanken wie: “Ich hau dir eine rein/ Warum hab ich kein Pfefferspray/ Wo ist die Machete aus dem Garten?/ Hat Papa die Revoluzzerkalaschnikov noch?”. Ich übertreibe hier ganz bewusst aber es soll verdeutlichen, dass Frauen auf der Straße ständig (und mit ständig meine ich ständig) den Anmachen und Sprüchen der Männer ausgesetzt sind. Es wird selten Handgreiflich, aber es passiert, auch mir. 

    Wie also reagieren? Was unternehmen? In der Regel begegne ich all den Anmachen mit Ignoranz und geh einfach weiter, manchmal ist es jedoch dermaßen widerlich (und dummerweise kann ich so gut Spanisch, dass ich es verstehe), dass ich reagieren muss. Warum? Wegen mir und für mich. Ich kann und will nicht immer meine Klappe halten, ich weiß, dass es das Problem nicht löst, aber ich fühle mich nicht mehr so beschmutzt und gedemütigt von ekligen Männerfantasien, wenn ich reagiere. Meine Reaktionen sind keineswegs intellektuell und schön artikuliert, sie reichen von “Cállate” (Halt’s Maul), “Lárgate” (Hau ab) bis hin zu unschönen deutschen Wörten, die mir in meiner Wut oft schneller einfallen als das spanische Pendant.

    In der Regel sind viele Männer überrascht, dass sie eine negative Reaktion bekommen, einige sind dann auch einfach still (leider die Minderheit). Die meisten fühlen sich erstrecht herausgefordert, kann ja nicht sein, dass eine Frau sie auf der Straße anpisst, nur weil sie gesagt haben, dass sie bestimmt gut schmecken würde. Obwohl es die ursprüngliche Situation oft noch verschlimmert (erst diese Woche war einer kurz davor handgreiflich zu werden, weil ich ihn lautstark beschimpfte), fühle ich mich besser.
    Ich habe keine Ahnung, ob meine Art mit den Machos hier umzugehen richtig ist, ich habe lange darüber nachgedacht. Bei meinem Aufenthalt 2006 habe ich mir alles angehört und ich habe für mich entschieden, dass es Grenzen gibt. Wenn einer versucht handgreiflich zu werden ist solch eine Grenze überschritten und wenn einer eindeutig sexuelle Anspielungen macht ist die Grenze ebenfalls überschritten. Manchmal ist es auch einfach der Tonfall, der das Fass zum überlaufen bringt.

    Trotz allem schränke auch ich mich ein, denn ich kleide mich anders als ich es in Deutschland bei 30°C tun würde. Röcke/Kleider mindestens Knielang, keine kurzen Hosen, keine tiefausgeschnittenen T-Shirt. Ich habe den Selbsttest gemacht. Kurze Hose, einfaches, weites T-Shirt: Anmachen auf einer Strecke von etwa 15 Minuten und zurück nach Hause: gefühlte 300. Lange Jeans und T-Shirt, selbe Strecke: etwa 10 Anmachen. Um mir das Leben nicht noch schwerer zu machen schwitze ich dann eben und muss sagen, dass es das wert ist.